Scrabble Trainingscamp vom 15. bis 22. August in Schwarzenbach

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    • Scrabble Trainingscamp vom 15. bis 22. August in Schwarzenbach

      Liebe Scrabbler,

      vom 15.8. bis 22.8. lade ich euch ein, nach Schwarzenbach ins Jagdschloss Fahrenbühl zu kommen.
      wir spielen Scrabble und machen Workshops. Ihr habt dort die Möglichkeit, euer Spiel gezielt zu verbessern.
      (Ihr könnt auch für einen Teil der Zeit kommen.)

      Es gibt auch eine Whatsapp-Gruppe für aktuelle Infos zum Camp:

      chat.whatsapp.com/FdSeASe7CzbFrbcKxhYsCu

      Ihr erreicht mich auch direkt unter 0178-9297825

      In diesem Thread sammeln wir Themen für die Workshops.

      Ich biete folgende Themen an:
      • Spielanalyse mit Quackle - Vorstellung und Diskussion
      • Wort-Training mit Zyzzyva und Anki - Vorstellung und Diskussion
      • Endspiel-Taktik
      • Buchvorstellung " Scrabble Solved" von Kenji Matsumoto - eine Strategie - Diskussion
      • spezielle Wort-Listen - Vorstellung und Diskussion
      • Scrabble Varianten: Speed, Clabbers, Wildwords, etc. - Spiel-Workshop
      Bitte schreibt hier im Thread, was Ihr anbieten oder auch mitnehmen möchtet bei den Workshops.

      Johannes
    • Ich habe auf meinem Rechner die Daten von 20 Mio "naiven" Autospielen und von 1017 "bestmöglichen" Autospielen.
      Daraus habe ich allerlei statistische Ergebnisse destilliert. So könnte z.B. unsere 2-8B-Wörterliste um 3/4 gekürzt werden, wenn sie nur die häufigsten 98,5% der vorgekommenen Wörter umfassen würde (30.975 versus 119.317 Wörtern).
      Dieses und viele weitere Erkenntnisse kann ich gerne auf dem Camp vortragen. Ich könnte aber auch vorab Auswertungsaufträge entgegen nehmen und sie nach Möglichkeit noch vor dem Camp erfüllen.
      Also her damit!
    • Solche „playability“-Daten, wie sie im englischen Scrabble schon lange genutzt werden, machen das Lernen natürlich viel effizienter und ich hab schon immer bedauert, dass und das auf Deutsch nur teilweise öffentlich zur Verfügung steht. Mir fehlen die Informatikkenntnisse, um solche Autospiele zu generieren, also habe ich mir mit rechnerischen Annäherungen beholfen. Mittlerweile dürfte ich die wichtigsten Wörter kennen und habe von daher nicht mehr akuten Bedarf, was das Lernen angeht, aber die Daten fände ich trotzdem hochinteressant. Wenn ich die in ihrer Gesamtheit hätte (ich vermute, dass du sie wegen der lizenzierung der liste nicht teilen darfst?), müsste man vermutlich befürchten, dass ich meine Promotion abbreche, um die Doktorarbeit stattdessen über dieses Thema zu schreiben. :D
      Ein paar Fragen mit eher Trivia-Charakter kannst du vielleicht beantworten...
      Wie oft kommen 14er oder 15er aufs brett? Was ist der meistgespielte Bingo aus 9 Buchstaben (also ohne simple Verlängerungen wie QUESENDE-N usw)? Welches Wort, das einen Blanko braucht, wird am häufigsten gelegt (QUIZZ? JAPP? VIVACE?). Gibt es kurze Wörter (ohne Blanko), die in den 20 Mill. Spielen nie auftauchen (ZOCCOLO)?
      PS, zum Lernen ist eine Kürzung um 3/4 sicherlich sinnvoll, aber im Spiel schätze ich die abseitigen Freakwörter am allermeisten und würde sie unter Artenschutz stellen wollen :)
    • Viele Fragen zu den Ergebnissen der Autospiele ergeben sich erst, wenn man die Liste in Auszügen sieht. Dann stellt sich die Frage nach dem Warum und ich denke, dass wir aus den Antworten viel lernen können. Warum diese U-Häufung? In wie fern ändert sich die Liste bei smarten Computerspielen, was heißt überhaupt "naiv", geht es nur um Höchstpunktzahlen? Welche AI spielt im smarten Modus?

      Wie ist überhaupt die Lizensierung der Turnierwortliste geregelt? Kann das nicht unter CC laufen? Warum gab es da Probleme, diese Liste zum Beispiel für die Lernapp Aerolith freizugeben? aerolith.org/

      Wer ist dran an dem Thema AI und Scrabble? Ich las nur vom Programmierer von Aerolith, dass an etwas arbeitet.

      Ich interessiere mich ja auch sehr für Wortfiguren wie Parallelwörter, 5er Blockaderauten (siehe in Scrabble Talk), auch 9er Rauten haben wir viele gefunden (Danke an Johann Linhart):


      Ich scheitere gerade noch an der Frage, ob es 11er-Rauten und 13er-Rauten gibt und frage mich, ob das nicht ein findiger Programmierer lösen kann?
      Diese Rauten sind eine schöne Basis für Scrabblerätsel, ich habe sie in einem französischen Rätselbuch entdeckt.

      Ein anderes Thema, was mich gerade beschäftigt, ist das Basteln an Listen für Lernapps wie Anki.
      Ich habe jetzt Quiz erstellt, das die Situation im Spiel (7 Steine auf der Bank, was tun?) gut simuliert
      ich mische die wahrscheinlichsten Bänkchen aus 3 Gruppen:
      • 7er Alphagramme mit 7er Lösung, (z.B. DEEEINR)
      • 7er (non)Alphagramme ohne 7er aber mit 8er Lösung (z.B. ADEEINS)
      • 7er (non)Alphagramme ohne 7er oder 8er Bingolösung (z.B. AEEENSU)
      Damit habe ich beim Lernen die gleiche Unsicherheit wie im Spiel ohne Garantie auf eine Bingolösung

      Über die Sinnhaftigkeit können wir gerne diskutieren. Alex erwähnte, dass ihm ein sicherer Lernkontext bei einem Alphagramm wichtiger ist. Mir macht diese Unsicherheit beim Lernen jedenfalls viel Spass.

      Insbesondere aus der Liste er häufigsten Bänkchen ohne 7er und 8er Bingolösungen ergibt sich für mich der dringliche Rat. nicht zu viele Vokale zu behalten, da die Liste sehr vokallastig ist.
      Der Anfang der Liste:
      AEEENSU
      AEEEINS
      AEEENTU
      AEEEINU
      AEEEINT
      EEEISTU
      EEINOTU
      EEINORU
      EEIINSU
      AEENOSU
      AEENOST
      AEEINOS
      EEEINNU
      EEEHINU
      AEEEISU
      AEEEIST
      AEEEIRS
      ..
    • Apropos Lernen.
      Könnte sich für das Camp jemand schlau machen darüber, was die Forschung zum Lernen von Scrabble-Wörtern weiß?
      Von guten SpielerInnnen höre ich, dass ihre Bingos eher durch längeres Starren auf die Bank hervorkriechen als durch systematisches Scannen ihres Wortschatzes.
      Kann man das üben und wie? Durch ein Endlos-Video aus Wörtern? Durch Kreuzworträtsel wie laeuter.de/martin/nur2.html ?
      Gibt es eine Lehrmethode für Mustererkennung ?
    • Damit habe ich mich viel beschäftigt, da es ja genau der Schnittpunkt meiner beiden Expertisen ist (Scrabble + Psychologie). Hierüber könnte ich gerne etwas vortragen. Veröffentlichte Forschung konkret zu diesem Thema gibt es so gut wie keine, aber natürlich weiß die Psychologie jede Menge über Lernen im Allgemeinen.
      Systematisches Scannen des Wortschatzes - ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht, wie ich das machen sollte. Ich habe ja kein durchblätterbares Lexikon im Kopf.
      Mir geht es eher so, wie wenn man bei Google ein Suchwort anfängt einzugeben und es automatisch ergänzt wird - es ergibt sich sozusagen von selbst. Die Buchstaben wecken sofort die Assoziationen und habe eine bestimmte "Farbe" sozusagen (ich sehe nicht wirklich Farben - keine Synästhesie oder so, was es ja auch gibt). Also eine Bank, sagen wir AHINOTU, fühlt sich an wie ein "Knotenpunkt" in einem Netzwerk aus Assoziationen, wovon dann z. B. HANDOUT (passt nicht ganz), HINTU oder AHOI "abzweigen", und wenn ein G frei liegt, macht es "klick", das kenne ich doch irgendwie, aha, HONIGTAU. Das ist dann quasi wie wenn ein Essen irgendwie gewürzt ist, man es probiert und überlegt, hm, den Geschmack kenne ich doch, ach ja, das ist Muskat (etwas, was ich übrigens hoffnungslos schlecht kann). Wörter lernen ist dann, um im Bild zu bleiben, wie die Ausbildung zum Weinkenner, bei der man seinen Geschmack verfeinert. :)
      Das Dumme an diesem automatisch ablaufenden Prozess ist, dass ich dem auch nur begrenzt auf die Sprünge helfen kann. Wenn ich Bingos übersehe, dann hat es einfach nicht "klick" gemacht, warum auch immer (oder ich habe nicht an der Stelle auf dem Brett geschaut). Ein häufiger Grund ist, dass die Buchstaben relativ nichtssagend sind, also nicht so ungewöhnlich / eigenartig wie die genannte Bank; die schwersten Bingos finde ich solche wie EEINNRTT, also INTERNET / RENITENT, weil das so Allerweltsbuchstaben sind. So etwas wie ACGHNÖZ, was jetzt im letzten ZEIT-Rätsel die Bank war, ist dagegen so einzigartig, dass ich quasi nicht nachzudenken brauche, das fühlt sich eher an, als stünde da schon NACHZÖG und ich kann das Wort einfach ganz normal ablesen. Auch Wörter, die leicht "falsche Fährten" wecken, sind schwierig, etwa AEORRSTU, weil die stärkste Assoziation hier AUS- ist und man nicht auf die Idee kommt, das E an den Anfang zu stellen (EUROSTAR).
    • Hallo Johannes,
      was meinst du mit U-Häufung bei Autospielen?
      Etwa, dass zu viele U im Buchstabensatz sind?
      Ich glaube, dass eher die Welt einstürzt, als dass der Buchstabensatz verbessert wird...

      Ad "naiv" / "bestmöglich".

      Mit "naiven" Autospielen meine ich solche, bei denen stets der punktbeste Zug gelegt wird und nur getauscht wird, wenn kein Lösungswort existiert; bei punktgleichen besten Lösungswörtern wird irgendeines verwendet und es werden - Ende der Naivität - Lösungswörter mit Joker mit einem Malus von 20 P belegt, bevor sie selektiert werden. Naive Autospiele sind auf Geschwindigkeit getrimmt, kosten 4 ms pro Partie.
      "Bestmögliche" Autospiele sind solche, bei denen 4 Halbzüge nach vorne rekursiv mit 80 bis 800 Zufallsbänken simuliert und dann nach Gewinnwahrscheinlichkeit bewertet werden; bei jeder Lösungswortsuche werden alle möglichen 127 Tausche berücksichtigt werden. Ein solches Autospiel kostet mehrere Minuten.
    • Hallo Anno,
      deine Erkenntnisse zur Lernpsychologie sind mE erheblich. Bitte bring sie unbedingt im Camp.
      Vielleicht kannst du verschiedene Lerntechniken (Kärtchenmethode, Narrative mit-lernen, Anagramme statt Wörter lernen) auf Nutzen/Zeit bewerten und ggfs neue vorschlagen.
      Es freut mich, dass nicht nur ich, hin und wieder, natürlich nur ganz selten, einen Bingo übersehe.
      Dagegen erschüttert mich, dass es keine veröffentlichte Forschung gibt. Worüber tätigen denn die Bachelors usw. ihre Abschlüsse, wenn nicht über so etwas Wichtiges wie Scrabble? Kannst du der DFG oder so Beine machen, du bist doch offenbar im Club.
    • Eine Wortmeldung noch meinerseits:

      Ich denke doch, dass systematisches Scannen des Wortschatzes eine gute Strategie darstellt. Wenn man die Wörter mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben lernt, dann merkt man sich doch, welcher Buchstabe oftmals als 2. Buchstabe vorkommt. Beim W kennt man dann grob die Verteilung zwischen WA,WE,WI,WO,WU,WÄ,WÖ und WÜ und erfährt, dass man auch Richtung WR denken muss.

      Wenn man z. B. eine "bingoverdächtige" Bank mit u.a. WOU hat, kann man durch Scannen des Wortschatzes mal nachdenken, ob da überhaupt Worte mit WOU dabei waren. Mir fällt da nichts ein (zu Recht) und man kann den Ansatz mit WOU verwerfen. Sprachlich gesehen wären Worte mit WOU am Anfang meiner Meinung nach durchwegs denkbar gewesen. Da ein W tendenziell oft am Satzanfang befindet, wird es wohl schwierig aus dieser Bank einen Bingo zu bilden (unabhängig vom Rest der Bank), es sei denn, man kann Vorsilben bilden.

      Also so ich mache mir das oft zu nutze, dass ich 2 oder 3 Buchstaben als Wortanfang festsetze und dann mein Wissen scanne, ob es überhaupt Worte mit diesem Beginn gab und wenn ja, welche. Wenn mir dann ein erstes Wort aus dieser Kategorie einfällt, weiß ich in vielen Fällen, wie meine Liste weitergegangen ist.
    • ChristophHaenel wrote:

      Hallo Anno,
      deine Erkenntnisse zur Lernpsychologie sind mE erheblich. Bitte bring sie unbedingt im Camp.
      Vielleicht kannst du verschiedene Lerntechniken (Kärtchenmethode, Narrative mit-lernen, Anagramme statt Wörter lernen) auf Nutzen/Zeit bewerten und ggfs neue vorschlagen.
      Es freut mich, dass nicht nur ich, hin und wieder, natürlich nur ganz selten, einen Bingo übersehe.
      Dagegen erschüttert mich, dass es keine veröffentlichte Forschung gibt. Worüber tätigen denn die Bachelors usw. ihre Abschlüsse, wenn nicht über so etwas Wichtiges wie Scrabble? Kannst du der DFG oder so Beine machen, du bist doch offenbar im Club.
      Mach ich gerne. Ja, ich hab in jedem Turnier normalerweise so zwischen 0-5 verpasste Bingos.
      Also das mit der Forschung habe ich sogar schon ernsthaft überlegt, da die Bachelorstudenten bei uns noch vor der Bachelorarbeit ein empirisches Projekt als Gruppenarbeit angehen müssen und ich da jährlich eine Gruppe anleite. Da juckt es mich schon in den Fingern :D Aus praktischen Gründen habe ich mich da für was anderes entschieden. Aber auch für eine Bachelorarbeit wäre es vielleicht mal was... wer weiß :rolleyes:

      09leitnj wrote:

      Wenn mir dann ein erstes Wort aus dieser Kategorie einfällt, weiß ich in vielen Fällen, wie meine Liste weitergegangen ist.
      Sehr interessant, denn das klappt bei mir gar nicht. Andere Leute, andere Hirne ;)
    • Hallo Christoph,

      zur U-Häufung: Das sind mE die häufigsten 8er nach den Autospielen. Auffällig viele Us oder sogar 2 Us in den ersten Wörtern. Das spricht doch für eine geringe Auswahl an U-Wörtern und eine dementsprechend häufige Verwendung.

      URSULINEerste 20:
      EUMENIDE27U
      NEURIESE34E
      UNRUNDES4A
      RESIDUUM16I
      EISENHUT1O
      EINHAUSE10R
      UNDERCUT12S
      UNRUHIGE5T
      HINDEUTE23N
      UNTREUES13D
      UNDULIER



      Zum optimalsten Buchstabensatz und Buchstabenbewertung gibt es ja interessante Berechnungen von Hans Linhart, hier könnten wir unseren Wissensstand auch mal abgleichen. In dem Rahmen hat er auch die Legbarkeit eines Buchstabens definiert, interessanterweise ist R der legbarste Buchstabe. Ich verwerte das bei der Beurteilung der Restbänke.

      Zu Lernmethoden: Gut wären hier allgemeine Erkenntnisse, wobei unterschiedliche Wege und Methoden Erfolg haben können.
      Ich habe hier in diesem Artikel ja mal versucht, eine Brücke zu schlagen zwischen Wortsalat und Worterkenntnis. Wenn nämlich das "Starren auf die Buchstaben" nicht funktioniert, ist ja das Umstellen der Buchstaben eine Option.
      wort-suchen.de/wortspiele/anag…leitung-scrabbler/1690396
      Die Rückmeldung dazu waren gemischt, verschiedene Hirnstrukturen eben.

      Die Top-Methode in meinen Augen ist das regelmäßige Lernkartentraining, und was mir auch sehr hilft ist die Erstellung und Lektüre einer großen Vielfalt an Listen: Backhooks, Fronthooks, Parallelwörter, thematische Kategorien ( Einwohner, Währungen, Kurzwörter, Mathe, Medizin,..) Vokalmuster, rückläufig sortierte Wortliste, etc..
      Gerade die rückläufig sortierte Wortliste ist meine Stammliste, in der ich am häufigsten lese, und in der ich bekannte Wörter streiche, um irgendwann mal alle relevanten Wörter erfasst zu haben.
      Man kann ja in der Regel nur Wörter finden, die man schon mal gesehen hat, sonst bleibt nur das Er-finden, was ein unsicherer Weg ist. Das Erfinden ist hin und wieder nützlich, wenn es keine gute Alternative gibt und manch gute Erfindungen haben mir schon Spiele gewonnen.
    • Anno wrote:

      Ein paar Fragen mit eher Trivia-Charakter kannst du vielleicht beantworten...

      1. Wie oft kommen 14er oder 15er aufs brett?
      2. Was ist der meistgespielte Bingo aus 9 Buchstaben (also ohne simple Verlängerungen wie QUESENDE-N usw)?
      3. Welches Wort, das einen Blanko braucht, wird am häufigsten gelegt (QUIZZ? JAPP? VIVACE?).
      4. Gibt es kurze Wörter (ohne Blanko), die in den 20 Mill. Spielen nie auftauchen (ZOCCOLO)?
      Ad 1.
      Unter den 467 561 677 Zügen in den 20 Mio. Partien vom Februar 2020 waren
      - 9494 Wörter mit 14 Buchstaben und
      - 2636 Wörter mit 15 Buchstaben.
      Insgesamt (auch mit nebenbei entstandenen Wörtern) tauchten
      - 7742 14-Buchstaber zusammen 14529mal und
      - 1866 15-Buchstaber zusammen 3076mal auf.
      Ad 2.
      Unter den 9-Buchstabern sind QUESENDEN, QUESENDEM, QUIEKENDE, QUERENDEN, QUERENDEM die häufigsten. SQUALENEN kommt auf Platz 9, EINCREMTE auf Platz 13, RUMHINGEN auf Platz 16, URSULINEN auf Platz 20. Ja, das U ist häufig, aber im Wesentlichen wegen des Q.
      Unter den Zügen ist die Reihenfolge QUESENDEM, QUESENDEN, QUERENDEN, ALIQUOTEN auf Platz 5, RELIQUIEN auf Platz 7, EINREXTEN auf Platz 10, NEUJAHRES auf Platz 12, SEQUENTES auf Platz 16.
      Unter den Bingos führt ALIQUOTEN vor VERQUEREN, RELIQUIEN, REHJUNGEM, FREQUENTE, VERJUXENS, VERHEXENS, EUROCITYS, VERÖDETEN und QUECKEREM.
      Ad 3.
      Unter den häufigsten Wörtern, die Joker brauchen, sind einige "Freakwörter":
      212 BOBBY, 102 FOCACCE, 315 FUFFI, 1046 JAJA, 124 KOKKE, 3 HELLLILA, 47 VOODOO, 1194 QUAPPE, 1133 HEPP, 1104 JAPP, 1097 JOPPE, 1019 JOPPEN, 1008 GUPPY, 1201 VIVACE, 497 WOW, 645 TEXMEX, 477 MYLADY, 5077 QUIZZ, 3299 QUIZZE, 1725 QUIZZT, 1487 JAZZ, 1189 JAZZE, 1160 QUIZZEN, 330 BÄBÄ, 316 GÖMBÖC, 205 ÜBERMÜDE.
      Man bedenke, dass das Häufigkeitszahlen im 500-Millionstel-Bereich sind.
      Ad 4.
      ZOCCOLO kam 14-, ZOCCOLOS 15-mal vor, als eigenes Wort gelegt 13- bzw. 6-mal, ab und an auch ohne Joker.
      Hingegen kamen PAPP, POPP, PUPP, PAPPE, PAPPS, PAPPT, PEPPT, PIPPE, PLOPP, POPPE, POPPT, PUPPE, PUPPT nicht vor.
      Übrigens auch nicht PAPIER und EFFEFF.
    • Durch Annos Frage kamen wieder einmal die Wörter aufs Tapet, die Joker brauchen.
      Für sie gilt:

      26785 Wörter = 4 Prozent der Wörter von 2-15B können nicht mit den 100 Buchstabensteinen allein gelegt werden, sondern brauchen 1 bis 5 Joker:
      1. 1 Wort bräuchte 5 Joker : PAPPERLAPAPP
      2. 8 Wörter bräuchten 4 Joker : HOPPELPOPPEL(3 Formen),
        ZAPPELPHILIPP(4), SCHWUPPDIWUPP
      3. 38 Wörter bräuchten 3 Joker : TÖFFTÖFF(2), TIPPTOPP(6), HOPPHOPP,
        POPGRUPPE(2), PAPPPLAKAT(5), PUPPENSPIEL(9), KREPPPAPIER(4),ZWEIUNDZWANZIG,
        ROKOKOKOMMODE(2), HIPPHIPPHURRA(2), APPETITHAPPEN(2), SCHNIPPSCHNAPP(2).
      4. 1396 Wörter brauchen 2 Joker, von PAPP über EFFEFF bis ZUZUSCHNAPPENDE
      5. 25342 Wörter brauchen 1 Joker, von APP über WOW bis ZYPRESSENHOLZES.
      55% dieser Wörter haben mindestens zwei "P".
      47 Wörter können wir vergessen, weil sie drei oder mehr Joker bräuchten
    • Zur U-Häufung.
      In der Tat gibt es in den Listen der häufigsten Wörter seltsame Erscheinungen, und auch nicht nicht nur beim Buchstaben U.
      So befinden sich beim Buchstaben Q unter den 20 häufigsten 6B-, 7B- und 9B-Wörtern nicht weniger als 16 Wörter mit Q, aber unter den 20 häufigsten 8B-Wörtern nur eines. Eine knackige Erklärung habe ich nicht; es reicht sicher nicht, zu argumentieren, dass das Q-Wort jeden Spiels aus einer relativ kleinen Anzahl von Q-Wörtern der Wörterliste (1 %) selektiert werden muss.
      Beim Buchstaben B ist es gewissermaßen umgekehrt. Obwohl immerhin etwa jedes fünfte der 6B bis 9B-Wörter der Wörterliste ein B hat, erscheint kein einziges davon unter den Top 20 der häufigsten aktiv gelegten Wörter.

      Diese und weitere Ergebnisse aus 20 Mio Autospielen findet ihr in den beiden angehängten .pdf-Listen. Mit ihnen reihe ich mich unter die Persönlichkeiten ein, die sich mit Listenreichtum einen Namen gemacht haben (Odysseus, Hans Linhart). Für meine Listen braucht ihr indes kein Augenpulver, weil sie es selbst schon sind.
      Files
    • ChristophHaenel wrote:

      Eine knackige Erklärung habe ich nicht; es reicht sicher nicht, zu argumentieren, dass das Q-Wort jeden Spiels aus einer relativ kleinen Anzahl von Q-Wörtern der Wörterliste (1 %) selektiert werden muss.
      Ich finde das nicht überraschend. Es sind relativ zu anderen Buchstaben schon wirklich wenige Q-Wörter und jedes einzelne ist damit Gold wert (ok, außer QUINQUAGEMISA :whistling: ), zumal es mit einer Q-Bank oft nur eine Möglichkeit geben wird, während bei anderen Bänken viele verschiedene mögliche Wörter ums Gespieltwerden konkurrieren. ASTREIN ist zwar viel wahrscheinlicher, muss sich die Legbarkeit aber mit einem Dutzend Anagrammen (+ unzähligen 8er-Bingos) teilen. Dazu kommt die Spielweise des Computerspielers, die Restbank abgesehen vom Joker völlig zu ignorieren. Statt das Q möglichst schnell loszuwerden, wird es solange mit herumgeschleppt, bis sich ein Zug damit ergibt, der mit der Bank der punktreichste ist. Das ist quasi die Strategie, die viele Scrabble-Anfänger intuitiv (aber fälschlich) verfolgen: Wenn man das Q hat, sollte man warten, bis man einen Zug hat, "der sich auch lohnt", statt es scheinbar unter Wert für 11 Punkte mit QI wegzulegen. (Gute) menschliche Spieler werden es relativ gesehen öfter für wenige Punkte weglegen, damit es weg ist, und nicht warten, bis dann irgendwann endlich QUADERN spielbar ist.
      Ein anderes Beispiel ist, wie hoch hier CURIE bei den 5ern auftaucht. Ich habe das bisher vielleicht drei- oder viermal überhaupt gespielt, würde ich schätzen, einfach weil ich selten C, U und I gemeinsam auf einer Bank haben werde, da ich dem versuchen werde vorzubeugen, und außerdem, weil beim Spiel mit Berücksichtigung der Restbank ein kürzerer Zug wie CUT oder DUC oft das längere Wort CURIE ausstechen wird, obwohl das vielleicht etwas mehr Punkte macht, denn RIE sind ja gute Restbuchstaben.
      Ich hatte mal mithilfe des Programms Elise eine kleinere Stichprobe an Autospielen generiert, das geht mit dem Programm nur händisch (jedenfalls ohne Informatikkenntnisse), sodass ich nicht annähernd 20 Millionen Spiele erstellen konnte^^, aber hier werden die Restbänke berücksichtigt. Hier war nach einem kurzen Test mit einigen hundert Spielen bei den Bingos (nur "aktiv gelegte" Wörter) das Q nicht so prominent, sondern eher die Wörter wie EINSAUE oder INHOUSE.
      Dass bei den 8ern in deiner Statistik das Q deutlich abnimmt, ist auch kein Wunder, denn bei den 7ern kann ein Nicht-Bingo mit Q leicht das punktreichste Wort sein, 8er müssen dagegen ja logischerweise meist Bingos sein, sodass die komplette Bank "passen" muss. Aus meiner Sicht ergibt das alles jede Menge Sinn. Es bildet aber eben nur ungefähr die Wörter ab, die bei strategischer Spielweise wirklich die wichtigsten sind. EUNUCHE ist z. B. sicherlich auch nicht unter den Bingos, die in meinen eigenen Spielen mit höchster Wahrscheinlichkeit auftauchen werden. Das hier nicht vertretene NEURIES hat deutlich bessere Chancen, weil ich Restbänke wie EEIN, EERNS, EES usw. öfter behalten werden als Teile von EUNUCHE.
      Ich habe beim Lernen der Bingos die Wörter wie NEURIES priorisiert, die einfache Buchstaben enthalten, aber nicht zig verschiedene Anagramme und Bingomöglichkeiten haben. Das hat sich bald ausgezahlt, weil diese Wörter in einer gegebenen Spielsituation dann oft der einzige spielbare Bingo sind und es somit enorm viel wert ist, sie zu kennen. Bald nachdem ich so begonnen habe zu lernen, konnte ich bei der DM prompt EUMENIDE spielen, was ein gutes Beispiel für solche Wörter ist (das immerhin auch bei dir prominent auftaucht).

      The post was edited 1 time, last by Anno ().

    • Zitat Anno
      Ich hatte mal mithilfe des Programms Elise eine kleinere Stichprobe an Autospielen generiert, das geht mit dem Programm nur händisch (jedenfalls ohne Informatikkenntnisse), sodass ich nicht annähernd 20 Millionen Spiele erstellen konnte^^, aber hier werden die Restbänke berücksichtigt. Hier war nach einem kurzen Test mit einigen hundert Spielen bei den Bingos (nur "aktiv gelegte" Wörter) das Q nicht so prominent, sondern eher die Wörter wie EINSAUE oder INHOUSE.

      Du meinst offenbar, dass Elise-Autospiele andere Wörter-Häufigkeiten liefern würden als es unsere 20 Mio Autospiele tun, und, dass die Elise-Ergebnisse dann lebensechter wären, weil sie auf einer Restbankbewertungsstrategie beruhen statt auf unserer Jokerschonungsstrategie.
      Beidem ist aber wahrscheinlich nicht so. Wir haben zwar nicht die Elise-Strategie programmiert (vor allem aus Performance-Gründen), sondern eine andere Strategie, diese dafür in zwei Varianten, sodass wir vergleichen können.
      Unsere beiden Strategien sind : Punktbester Zug mit JokerMalus =0 oder =20. (JokerMalus=20 bedeutet bei der Zugauswahl einen Punktabzug von 20P für Wörter mit Joker). Diese Strategieunterschiede führen zu unterschiedlichen Spielverläufen, Zugzahlen pro Spiel, Punktzahlen pro Jokerzug u.a., aber zu nahezu gleichen Häufigkeitslisten.

      Zum Beispiel sehen die Unterschiede bei deinen Beispielwörtern so aus


      wortJokerMalus
      =00
      JokerMalus



      =20
      INHOUSE



      Platz 22



      h=49 ppm
      Platz 16



      h=53 ppm
      EINSAUEPlatz 14



      h=54 ppm
      Platz 14



      h=57 ppm
      NEURIESPlatz 44



      h=40 ppm
      Platz 55



      h=39 ppm





      Die geringen Platz- und Häufigkeits-Unterschiede trotz großen Strategie-Unterschieds erkläre ich mir so, dass das Programm in beiden Fällen dieselben Wörter verwenden muss, nur in anderer Situation.

      Auch erkläre ich mir meine subjektive, "innere" Häufigkeitsliste, die von der Autospiel-Liste abweicht, schlicht mit mangelhaftem Wortschatz.
      Ich kannte z.B. die folgenden Wörter, die vom Typ UNTREU[E] sind, aber häufiger gelegt werden, nicht oder zumindest nicht "aktiv" :
      CURIUM, MEDICI, RUNDUM, SEEKUH, URVIEH
      SUTUREN, SIDECUT, HEUERIN, TRIDUEN und INDICES
      EISENHUT, NUTEISEN, AUDIONEN.

      Natürlich ist das nur subjektiv.

      Jörg Diersen hat vorgeschlagen, die häufigen Wörter anders zu sortieren, nämlich gemäß dem Gewicht ihrer Buchstaben und sie so zu lernen. Dann rauscht z.B. KAM um 86 Plätze nach vorne und CIRCEN um 49 Plätze nach hinten. Ich habe mal die ersten 200 Wörter je Wortlänge beigefügt. Ist das die Lösung für das Kopfweh beim Scrabbeln?
      Files

      The post was edited 1 time, last by ChristophHaenel: Der letzte Teil meines Textes war durchgestrichen, ich weiß nicht warum. Das wollte ich korrigieren, aber im corrigendum war alles gut. Ich lass es jetzt, wie es ist. Weiß jemand Rat? ().

    • Ich würde sehr gerne teilnehmen...., vor allem gerne spielen, aber auch ein paar Tricks euch abschauen...., und: ich beabsichtige an der Heidelberger.... VHS einen Scrabble-Kurs anzubieten; hierfür brauch ich noch ein Konzept...,und ganz klar: Ideen dazu von den Cracks;

      ---------------------

      Nachtrag: habe eine Unterkunft in Förbau gefunden,und werde von Mo-SO, 17.-23.8., vor Ort sein können.
      Ich freu mich auf Scrabble-Begegnungen!
      " ALLES IST (IN) ÜBUNG "

      The post was edited 1 time, last by Birdy ().