Scrabble mit der Schach-Uhr

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    • Scrabble mit der Schach-Uhr

      ..macht das Sinn, spielt ihr so, ist das spielfördernd oder eher -hemmend? :/

      Ich brauchte früher manchmal für einen Zug so ne halbe Stunde.. und meine Freundin ist dabei mehrmals gestorben, eingeschlafen, verhungert. Habt ihr ein zeitliches Limit für euren Zug oder für das gesamte Spiel?
      Wie macht ihr das? Wartet ihr so lange, lest ihr dabei, geht ihr in der Zwischenzeit einkaufen oder in die Küche?
      ;(

      Wenn ihr eine Schachuhr tatsächlich nutzt, wie lange spielt ihr dann/wie stelllt ihr die Zeit ein?
      Vielen Dank,
      herzliche Grüße,
      Thomas
    • Hallo!

      Bei uns hat jeder Spieler 30 Minuten Zeit für seine Spielzüge, sodass ein Spiel normaler Weise nicht länger als 1 Stunde dauert. Für einen einzelnen Spielzug gibt es bei uns keine zeitliche Obergrenze. Schafft es ein Spieler nicht sein Spiel in 30 Minuten durchzuziehen, erhält er für jede angefangene zusätzliche Minute 10 Punkte Abzug. Nach 35 Minuten gilt das Spiel automatisch als verloren.

      Anfangs wirkt das Zeitlimit spielhemmend, da manchmal einem die Zeit zum Finden des optimalen Zuges fehlt. Man gewöhnt sich aber schnell an das Zeitlimit, sodass es sich bald eher spielfördernd (weil sich das Spiel dann nicht so sehr zieht) auswirkt. Im privaten Spiel empfehle ich eventuell mal mit einem 50 oder 40-minütigen Kontingent zu beginnen und dann etwas später auf die 30-Minuten-Marke zurückzuschrauben.

      Ist der gegnerische Spieler am Zug, sollte man schon mal für sich mögliche Züge überlegen. Zwar können sich durch den gegnerischen Zug neue Möglichkeiten eröffnen oder denkbare Spielzüge wieder zerstört werden, aber dennoch hilft es beim Einhalten des Zeitlimits, wenn man sich schon vorbereitet, obwohl noch der Gegner am Zug ist.

      Man kann natürlich auch die Zeit nutzen um bereits gespielte Buchstaben abzuhaken. Eventuell lohnt es sich ja zu wissen, ob z. B. noch ein Q im Sack sein könnte.

      Im privaten Spiel erlaube ich beispielsweise schon meinem Gegner kurz aufzustehen (z. B. um sich ein Getränk zu holen). Bei Turnieren ist das grundsätzlich nicht erwünscht. Lesen ist aber stets strengstens untersagt!!! Stell dir vor, im zu lesenden Text fände jemand ein Wort, welches er/sie für sein Spiel brauchen kann!
    • Danke für die ausführliche Antwort.

      Dann stelle ich fest, dass wir dann doch eher hobbymässig Scrabble spielen. Am WE oder im Urlaub spielen wir täglich und das auch immer mit Sekt, Obst, Kaffee oder sonstige (un/gesunde) Snacks. Dabei blättert meine Freundin das Fernsehprogramm durch, während sie auf meinen Zug wartet und ich schau nach Musik im PC, die ich laufen lassen könnte, wenn sie dran ist. Aufstehen geht immer: Klo, Kaffee, Melone mit Schinken, Sekt.. es gibt immer was zu schlürfen (während des Spiels) und wenn ich mal besonders lange überlege (das kann mal 15 bis 30 Minuten sein, geht sie in die Küche und bereitet beispielsweise Erdbeeren mit Sahne vor..
      Dann brauchen wir tatsächlich keine Uhr, die uns nur triezt und uns antreibt.
      Wir gehen es eher gemütlich an. Die Reegeln werden dennoch eingehalten: Bei Anzweifeln eines Zuges gibt`s 10 Punkte Abzug und ich habe ja die Seite scrabble-info.de/wortlisten/turnier-checker/ im Laptop, welche ich bei Zweifeln zu Rate ziehen kann..

      Danke
      Vielen Dank,
      herzliche Grüße,
      Thomas
    • Sofern ihr beide damit leben könnt, ist das natürlich völlig okay.
      In deinem ersten Beitrag klang es so, dass seine Freundin die überlangen Zeiten bei dir nicht so toll findet. Und dann ist die Uhr genau die richtige Möglichkeit, das ein wenig in richtige Bahnen zu lenken.
      Vielleicht ist es sogar so, dass du dich mithilfe einer Uhr an "normalere" Spielzeiten gewöhnst - und das Spiel ohne Uhr dann auch zügig abläuft.

      Ein zügiges Spiel macht deutlich mehr Spaß, auch wenn man es nicht so streng sieht und nebenbei mal einen Kaffee holt usw. Für anderes bleibt ja nach dem Spiel dann auch viel Zeit übrig. Man kann die Uhr auch mal anhalten, wenn doch was erledigt werden soll.
      Aber es ist auch extrem hilfreich, sich Gedanken über das weitere Spiel zu machen, wenn man selbst nicht am Zug ist, wie ja auch 09leitnj schon schrieb.
      Es ist auch etwas ganz anderes, wenn ein Spiel einen "Fluss" hat und man nicht zwischendurch geistig sehr weit weg ist. Vielleicht hat man schon eine Überlegung, wo man schön etwas hinlegen könnte, wenn man nur den richtigen Buchstaben hätte - bekommt man ihn kurz darauf, kann man das vielelicht noch nutzen.
      Ist man aber für 15 Minuten weg vom Brett, vergisst man vermutlih auch die kluge Überlegung - und verpasst die Chance.