3.2.1 Tauschen und 3.3.1 Passen

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    • 3.2.1 Tauschen und 3.3.1 Passen

      Ich möchte den Antrag stellen, den Unterpunkt 3.2.1 b) zu ergänzen:
      Es darf beliebig oft, auch hintereinander, getauscht werden, auch zu Anfang des Spiels, wenn noch kein Wort auf dem Brett liegt.

      Ich möchte den Antrag stellen, den Punkt 3.3.1 duch einen Unterpunkt d) zu ergänzen:
      d) zwei maliges Passen beider Spieler führt zum Abbruch der Partie, auch wenn noch kein Wort gelegt wurde

      Für die, die nicht in Detmold waren:
      In einer Partie hatte es sich ergeben, dass mein Gegenüber und ich jeweils zwei mal getauscht hatten und ich im Hinterkopf hatte, dass bei einem weiteren Zug, wo auf dem Brett nichts passiert, die Partie zu Ende ist. Leider bezog sich das auf englisches Scrabble, aber wie gesagt, im Eifer des Gefechts...
      Die Gegenspielerin hatte wie ich die Entscheidung des Schiedsrichters akzeptiert, dass mit dem dritten "ergenislosen Zug" die Partie zu Ende sei und ich mit -6 zu -15 gewonnen hatte. Soweit ich weiß, hat sie diese Entscheidung auch später nicht angefochten. Die Entscheidung wurde aber von der Turnierleitung revidiert, was für mich von Vorteil war, da ich in der nachgespielten Partie sehr viele Differenzpunkte machen konnte, ich beschwere mich also nicht (und entschuldige mich auch für das Durcheinander, das ich da verursacht habe)l :D
    • Genau das ist unter Punkt 5 der TSO bereits eindeutig geregelt. In Bezug auf "Tauschen" dadurch, dass "Tauschen" im Zusammenhang mit "Ende des Spiels" keinerlei Erwähnung findet.


      Im englischen Scrabble hätte dein Gegenüber übrigens die abschließende Wahl gehabt, den 6. Null-Punkte-Zug in Folge zu spielen (und damit das Spielende herbeizuführen) oder ein Wort aufs Brett zu legen.
    • Wie ist das in anderen Ländern geregelt?
      → Siehe hierzu die Unterpunkte Treat Exchange As Pass und Passes Before Game End in der Tabelle mit den offiziellen internationalen Scrabble-Regeln auf scrabble3d.info/t1240f325-Comp…-Rules-in-Scrabble-D.html

      So wie in der Tabelle angegeben werden die jeweiligen Turnierregeln fürs Scrabblen in anderen Sprachen auch im Programm Scrabble3D umgesetzt.
      Ho'oponopono:
      Es tut mir leid. Bitte verzeihe mir. Ich verzeihe dir. Ich liebe mich. Ich liebe dich. Danke.

      Man muss bereit sein, jede Kränkung zu vergeben
      - Mahabharata

      Vergebung ist Heiligkeit
      Vergebung hält das Universum zusammen
      Vergebung ist die Macht der Mächtigen
      Vergebung ist Opfer
      Vergebung ist Ruhe des Geistes
      Vergebung und Sanftmut sind Eigenschaften derer, die Selbstbeherrschung üben
      Sie stellen die ewige Tugend dar
      - Gandhi

      Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun
      - Jesus
    • Ullas oben stehender Vorschlag ist zu begrüßen. Er klärt eindeutig den Unterschied zwischen "Tauschen" und "Passen" (und deren Kombinationsmöglichkeiten) im Bezug auf einen Abbruch, gleichbedeutend mit einem Beenden der Partie.

      Vektor zeigt ebenfalls richtig auf, dass die Formulierung in § 5 genau das regelt, indem sie nur vom Passen (zweimaliges unmittelbares Nacheinander! Zu Beginn der Partie kann also ein Tausch zwischen zweimaligem Passen das erste in der Zählung hinfällig machen) spricht. Dennoch gibt es hier einen kleinen Wermutstropfen - und Wunsch nach einer Formulierungsänderung. Die augenblickliche

      Beide Spieler haben jeweils zweimal in Folge gepasst bzw. sich verständigt, dass keiner von beiden mehr ein Wort legen wird.

      Die Abkürzung bzw. (beziehungsweise) ist eine "heikle", oft irreführende Formulierung.

      Ihre allgemein anerkannten Bedeutungen:

      [1] oder, oder vielmehr, genauer gesagt, besser gesagt

      [2] und im anderen Fall.

      Beide sind am Ende eines regulären Spieles ("keiner kann mehr legen") leicht verständlich und könnten in beiden Deutungen gebraucht werden. Mitten im Spiel oder zu Beginn der Partie (wie oben geschildert) wäre viel wichtiger, statt des bzw. ein und zu fordern. Ein hinzugerufener Schiedsrichter hätte es dann auch einfacher. Er bräuchte nur festzustellen: (a) Es wurde von beiden zweimal nacheinander gepasst und (b) sie haben sich verständigt, dass keiner mehr ein Wort legen wird. Ohne Verständigung oder gegen den Willen der beiden beteiligten Spieler sollte keine Partie abgebrochen werden (hier etwa mit der Begründung: Ihr habt beide zweimal nacheinander getauscht, nun ist die Partie zwingend abzubrechen, Eure Unwissenheit über die TSO führt dazu.)
      Wie oben bereits angedeutet, kann es zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen führen, wenn Partien diese Art beendet werden.

      Interessant wäre es, die Begründung, die zur Neuansetzung des Spieles führte, hier in der Diskussion von einem der Entscheidungsträger zu lesen. Bitte!
    • Ein "und" verstehe ich an der Stelle überhaupt nicht. Das beidseitige Doppelpassen führt zum Spielende - fertig aus! Der zweite Teil wäre inhaltlich gar nicht wichtig - er entbindet die Spieler lediglich von der Verpflichtung, nochmal wechselseitig auf die Uhr zu drücken oder lustige Striche auf den Notationsbogen zu machen.

      Grundsätzlich gebe ich dir bzgl. "bzw." recht. Im konkreten Fall sehe ich aber keine Fehlinterpretationsmöglichkeit.
      Der SR muss eh nur (a) beurteilen, denn wenn (b) eintritt, herrscht eh Einigkeit - und wenn da irgendwie Unklarheit herrscht, wird eben (a) herbeigeführt.

      Wer zweimal passt bei zwischenzeitlichem Passen des Gegenspielers, gibt deutlcih zu erkennen, dass er an der aktuellen Situation nichts verändern will; wenn beide dies demonstriert haben, reicht das aus meiner Sicht sinnvollerweise für einen Abbruch.
      Bei der "6x-null-Punkte-Regel" der Englischsprachler kann ich Elise Bedenken teilen - durch Tauschen wird ja eine Veränderung der Lage herbeigeführt; dies ist kein Zeichen für "Ich will den Status Quo nicht ändern".
    • Mein Vorschlag "und" will gerade das oben angegebene " ... - fertig aus!" verhindern. Nicht etwa bei Spielende, da könnte man es auch lassen. Aber die Fälle bei Spielbeginn oder auch weitere, denkbare vor Ende einer Partie.

      Sind sich beide Spieler über die Konsequenz klar? Darüber sollten sie sprechen oder den Schiedsrichter rufen.

      Wenn sie zweimal gepasst haben (eigentlich aber noch spielen möchten - bei Ulla und Aysel schien mir das überdeutlich), dann wäre ein hinzugerufener Schiedsrichter beim jetzigen Stand des TSO gebunden: Fertig aus! Bei einem "und" sollte er fragen, ob sich beide Spieler einig sind, das Spiel zu beenden. Falls nicht, haben sie Alternativen: Tauschen, endlich ein Wort aufs Brett zu bringen, ... natürlich können sie weiter passen. Bei genauerem Überlegen der Situation wird man schnell erkennen, das erst mit einem, besser noch zwei Blankos und 5 Buchstaben mit nur einem Wertpunkt sichergestellt ist, dass man die Partie gewinnt - alles andere bleibt Risiko. Also werden in der Regel einige "Tauschprozesse" notwendig sein, wollte man einer solchen Strategie folgen.

      Doch wer folgt einer solchen Strategie? :?: :?: :?:
    • Aysel und Ulla haben ja eben nicht gepasst. Insofern ist her ja eben nicht gegeben, dass beide deutlich zu verstehen geben, dass sie keine Veränderung mehr wünschen. Wenn man noch spielen möchte, wird man sinnvollerweise nicht zum zweiten Mal passen - es hat überhaupt keinen Sinn, dies zu tun.

      Wie gesagt, bei der Version, wo auch Tauschen relevant für die Zählung ist, kann ich deinem Vorschlag etas abgewinnen. Dort besteht die Gefahr eines versehentlichen Spielendes. Bei uns - gemäß TSO - nicht.

      Ein "und" wäre schon daher sinnfrei, weil die Einigung aufs Spielende alleine natürlich ausreichen muss. Warum soll man dann noch zum formalen Passen gezwungen werden? Genau das soll der Teile der Regelformulierung ja verhindern ...