Diskussionen über Scrabble-Stellungen

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    • Danke für diese Analysen. Interessant, wie unterschiedlich die Egebnisse sind. "Passen" sinnvoll zu bewerten, ist natürlich schwierig, da die Information, die man dem Gegner dadurch gibt, ja mathematisch kaum zu fassen ist.

      Was soll denn die 4,6%-Angabe bedeuten? Kann doch keine Siegwahrscheinlichkeit sein ... zumindest keine annähernd realistische.

      Dass der Computer nach des Gegners 2. Tausch die Bingo-Wk auf dem fremden Bänkchen anders einschätzt, würde mich auch überraschen - denn auch so etwas dürfte ja nur sehr schwer vernünftig greifbar sein.
      Dann wäre es ja auch interessant, ob noch andere Ergebnisse herauskommen.
    • Entschuldige bitte, die 4,6% habe ich irrtümlich als Gewinnwahrscheinlichkeit aufgefasst, die wird in diesem Fall von Quackle nämlich gar nicht berechnet. 4,6 ist die sogenannte "Valuation", also Bewertung, die mit den üblichen Punkten vergleichbar ist, aber unter Berücksichtigung der "Restbank".
      Zum Vergleich: Die Valuation des Tausches von I wird vom "Turnierspieler" mit 34,1 angegeben.

      Trotzdem bleibt die Frage, warum Quackle das Passen so schlecht bewertet. Leider weiß ich darauf keine Antwort. Aber ich kann vielleicht erklären, warum Scrab das Passen doch relativ gut bewertet. Das hängt damit zusammen, dass Scrab (soviel ich weiß) bei der Beurteilung der verschiedenen Zug-Kandidaten immer annimmt, dass der Gegner einen Zug mit maximaler Punktezahl macht. Das heißt, Scrab kalkuliert gar nicht die Möglichkeit ein, dass der Gegner tauscht oder passt. Das ist natürlich gerade in diesem Fall ziemlich unrealistisch. Ich werde Martin auf dieses Problem aufmerksam machen.
    • Ich habe das Problem Elise vorgelegt.
      Damit ist nicht unser Friedrich Engelke gemeint, sondern ein Scrabble-Programm dieses Namens (codehappy.net/elise/). Es ist 2013 auf den Markt gekommen und macht sich anheischig, deutlich besser zu sein als Quackle.
      Auch Elise legt im zweiten Zug bei der Bank BADENEI bei leerem Brett auch kein Wort.
      Stattdessen tauscht Elise das A (gleich Quackle-TSp und Scrab). Durch diesen Tausch könnten im Folgezug 27 7B-Bingos möglich sein, etwas mehr als die 7 8B-Bingos, die bei Vektors Passen legbar sein könnten.
      Der zweite Zug von Vektor H7w BAN nach erneutem Tausch des Gegners kommt bei Elise zwar unter den Zugoptionen vor, aber erst an 260. Stelle. Es hätte ungefährlichere Verlegenheitszüge gegeben, z.B.H7w AB. Wenn aber BAN, dann wäre dieses Wort nach Elises Ansicht besser auf H6w oder H8w gelegt, vielleicht weil eine Bauernweisheit davor warnt, einen Vokal auf H8 zu platzieren.
    • Stefan stellt zwei Fragen.

      Zur ersten: Ich hätte gleich das B mit möglichst wenig Buchstaben abgelegt. Das geht mit BI oder AB. Mir erscheint dabei intuitiv, ohne Computeranalyse, AB besser, denn DEEIN - im Gegensatz zu ADEIN - erscheint mir eine Superbank. Nahezu alle Buchstaben des Alphabets lassen damit gute Züge zu - zwei Buchstaben sind nachzuziehen. Lediglich Q und Y sind nicht "bingoträchtig". Nicht zu vergessen - mit dem Bingozug des Gegners werden zusätzliche Möglichkeiten eröffnet. Passen zwingt den Gegner zum Weitertausch, wenn er keinen Bingo hat. Ob A oder B auf H8 liegt, das erscheint mir eher egal. Andere Buchstaben geben eher eine Präferenz dafür, auf A8 platziert zu werden oder eher nicht (Beispiel EX H7w besser als H8w).

      Zur zweiten Frage:

      Auch hier ist meine Antwort dieselbe: AB und DEEIN behalten. Tatsächlich hat sich für Stefan nichts geändert: Kein Zug bisher aufs Brett, Gegner tauscht einen Buchstaben.

      Für den Gegner schon: Stefan hat nun ein kurzes Wort gelegt und - da im ersten Zug getauscht - offensichtlich sehr gute Buchstaben (aber keinen Bingo)! Liegt AB auf H7w, dann würde das nun folgende AUSFAHRT eher auf D7s liegen - besser ist dann allerdings AUFSTR[E]B (wenn man es denn kennt?!). In jedem Fall eine günstige Ausgangskonstellation. AB läßt zudem diverse Fronthooks wie C,G,H,J,L,T sowie Verlängerungen mit A,I,O,T zu, weitere günstige Eigenschaften.
    • Zu Beginn eines Spiels beim Wolpertinger Cup zu ich die Buchstaben TONALES und freute mich, einen Bingo zu platzieren ... doch mein Gegner startet mit MISTEST - keine Position mehr für TONALES, kein A für ATONALES ... (auch lag MISTEST jetzt nicht so, dass das mir nicht geläufige ETALONS daran gepasst hätte). An *TONALSTE glaubte ich zurecht nicht.

      Hatte ich dennoch eine Chance auf einen Bingo? Ja, aber ich sah sie nicht.

      Wer findet die richtige Antwort ohne Hilfsmitteleinsatz?