Turnier-Spielsystem

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    • Turnier-Spielsystem

      Das bei unseren Turnieren übliche Schweizer System hat einige Vorteile:
      - Anzahl Runden kann flexibel festegelegt werden, je nachdem, wie viel Zeit zur Verfügung steht
      - Alle Spieler bleiben bis zum Schluss (ausgenommen Finalspiel) "im Rennen" und können entsprechend viele Spiele bestreiten
      - Man trifft bevorzugt auf Gegner ähnlicher Leistungsstärke (für Schwächere weniger friustrierend; im Spitzenkampf finden alle Partien statt)

      Wenn jedoch bei einem Turnier mit recht geringer Teilnehmer und (erfreulich) vielen Runden dieses System "ohne Wiederholungen" angewendet wird, man sich also fast einen Jeder-gegen-Jeden-Turnier nähert, kippen die Vorteile teilweise in Richtung "Nachteil", insbesondere hinsichtlich der Spannung im Blick auf den Tuniersieg.

      So kann es passieren, dass eine wiederholungsfreie Runde gar nicht mehr stattfinden kann (hierzu wäre entsprechende Planung von Beginn an nötig).
      Aber auch sonst sind die "Spitzenspiele" nach einer gewissen Zahl Runden einfach durch - in den letzten Runden trifft man dann eben gerade nicht mehr auf Spieler ähnlicher Stärke.
      Die Besten spielen gegen Spieler, wo sie in den allermeisten Fällen gewinnen. Die Spannung liegt nur darin, ob es eine "Sensationsniederlage" gibt. Oder bei gleicher Siegzahl der Spitzenreiter darin, wer wie hoch gewinnt ...


      Ich glaube, bei solchen Konstellationen sollte konstruktiv über Alternativen nachgedacht werden. Man könnte überlegen, ob man Teilnehmerzahl und Rundenzahl vielleicht so zusammenbekommt, dass tatsächlich jeder gegen jeden spielt (man (auch tsh) kann dann einen Spielplan entwerfen, in dem die Favoriten ziemlich spät aufeinander treffen)

      Bei 24 Teilnehmern könnte man zunächst zwei (gemäß Eloliste) ähnlich starke 12er-Gruppen bilden, in denen jeder gegen jeden spielt. Anschließend könnte jeder Spieler, der in Gruppe 1 einen der ersten 6 Plätze belegte gegen jeden spilee, dem dasselbe in der anderen Gruppe gelang. Die übrigen spielen analog gegeneinander.
      Man könnte auch die Top-8en der Gruppen gegeneinanderspielen lassen, wenn man zB. auf 19 Runden kommen möchte. (Dies würde für die übrigen Spieler allerdings bedeuten, dass es zu Wiederholungen kommt)

      Wie auch immer, ein Patentrezept lässt sich sicher nicht finden - und es ist aufwendig, abhängig von Rundenzahl und Teilnehmerzahl (die sich ja auch gern kurzfristig noch ändert), etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen.

      Aber ich denke, es lohnt darüber nachzudenken, ob es in diesen Fällen Alternativen zur bisherigen Praxis gibt, die die Spannung im Tunier länger hochhalten.
    • Spannung hochhalten

      In der Tat, da bieten sich einige Möglichkeiten an:
      1. Eine kleine Finalrunde. Besteht oft aus Halbfinale und Finale. Derzeit praktiziert bei den Externsteinen und in Hamburg.
      Mir persönlich sehr sympathisch, da es kurz vor Torschluß(in HH nach immerhin 12 Runden) noch einen "Reset" für die ersten Vier gibt, die dann in ein K.O.-System einsteigen.
      2.Denkbar auch, ein "Jeder-gegen-jeden" der ersten Vier, was dann die letzten drei Runden fürdie Spitze insgesamt spannend mache.
      3. Wie du schon überlegtest, mit zwei Divisions/Klassen an den Start zu gehen, wobei die stärkere nach dem "Jeder-gegen-jeden"-System spielen würde und die (i.d.R.) größere Klasse nach striktem Schweizerisch zu paaren sei.

      Auf einen Versuch würde ich's gerne mal ankommen lassen, Erfahrungen sammeln ist immer gut ...
    • Um Missverständnissen vorzubeugen:
      Bei der Unterteilung in zwei Gruppen meinte ich keine leistungsmäßige Untergliederung, also nicht "Gruppe der Starken" und "Gruppe der Nicht-ganz-so-Starken", sondern zwei möglichst gleichstarke Gruppen.
      Im "Finalteil" des Turniers dann die vorderen beiden Teile der Gruppen gegeneinander so dass von diesen im Endeffekt jeder gegen jeden gespielt hat.

      Aber natürlich sind auch ganz andere Ideen denkbar und vorstellbar.