knifflige Endspiele

    • Protokoll zum Endspiel:


      • ist das Spiel noch gewinnbar? Ich liege mit 34 Punkten hinten!..
      • kann ich den Bingo ABDÜSEN unterbringen ? NEIN...
      • Also muss ich in zwei Zügen fertig machen: ich habe 2 Züge, denn mit EEEILFW macht sie auch nicht fertig..
      • ein Hotspot ist offensichtlich der obere rechte Quadrant...
      • dort geht SÜDE mit 26 (was der punktreichste Zug ist)..
      • Aber SÜDE öffnet die Spalte O und ermöglicht den Konter LIEFE für 39 Punkte - fatal!..
      • der Hotspot ist aber mit den Buchstaben EEEILFW nicht nutzbar, also kann ich ihn mit SÜD für den letzten Zug nutzen..
      • also schaue ich, wo ich AEN? punktreich ablegen kann...
      • die Quadrant oben links ist zu, unten links gibt es vielleicht Möglichkeiten, aber der Quadrant unten rechts ist offener mit einem freien E von ERBEN. Dort könnte sie WELFE für 22 Punkte legen - fatal!..
      • das GUCK bietet sich meinem E an, so lege ich K10 A(L)tEN für 24 Punkte und im letzten Zug SÜD für 24 Punkte..
      • die Analyse zeigt, dass der letzte Zug der Gegnerin maximal 24 Punkte mit G7 F(I)E(R) gebracht hätte, das ist aber schwer zu finden und hilf auch nicht zum Sieg, sie legt A13 WE(R)FE
      • Endstand 325 zu 337: Sieg!


      Der nächste Fall:
      Mit BEZOAREN ist Claudia 27 Punkte in Führung gegangen.
      Das Säckchen ist leer.
      Ist das Spiel noch zu gewinnen?
      Ihre Bank: CIILN
    • Hier kommt die Auflösung des letzten Falls - was folgt auf BEZOAREN?
      Ich habe das Spiel in Quackle nachgestellt, die folgenden Gedankenzüge sind Quackle-Optimiert, VIRAGO habe ich im Spiel nicht gesehen:


      • Erster Gedanke: Claudias Restbank ist ziemlich mies, das C ist kaum unterzubringen, ich sehe nur 13A CL(AN)...
      • Ich muss das V loswerden, das bieten sich natürlich B13 VAG oder VOR mit 26 Punkten an...und die einzige Stelle fürs C ist blockiert...
      • Im Endspiel geht es ja immer drum, möglichst viele Buchstaben abzulegen, also schaue ich, ob längere Wörter gehen...
      • Möglich sind 13J VO(R)TAG und 13J VI(R)AGO für je 26 Punkte...
      • VO(R)TAG und VI(R)AGO eröffnen aber dem C noch mehr Möglichkeiten mit CL(A)N(E) bzw. C(O)I(R), da nehme ich doch lieber B13 VAG...
      • Auf VAG legt Claudia 10N IN für 13 Punkte...
      • Jetzt erst sehe ich, dass ich mit dem T noch ein Ass im Ärmel habe: 3G (FLECKS)T für 34 Punkte reicht locker zum Sieg, der Punkt ist auch mit CIILN nicht blockierbar...
      • Ich hätte sogar statt VAG gleich (FLECKS)T legen können, denn für das V gibt es mit VAG oder VI(R)AGO auf jeden Fall eine Ablagestelle...
      • nur VO(R)TAG wäre ein dämlicher Zug gewesen, der zum Verlust des Spiels geführt hätte, da er das T vergeudet...
      • Nach den Zügen VAG, IN, (FLECKS)T, OI(E) und LA(R) gewinne ich mit 497 zu 480
    • Nächster Fall - Johannes - Ben Online:
      • Wir steigen im Vor-Endspiel ein: 13 ungesehene Buchstaben

      • Anfangs im Spiel habe ich einen Bingo übersehen, ich habe RHÄTS statt AUSHÄRT gelegt. Auch der Bingo ANBRÜLLE war suboptimal: ÜBERLANG, TÜRANGEL oder GRÜNALGE in Spalte K wären die weit fettere Beute gewesen. Schaut, was es gebracht hat: Eine sehr knappe Endspielsituation, mit viel Gefahrenpotential, da J und V noch im Säckchen sein könnten.


      Spielstand: Ben 343, Johannes 344
      Johannes ist am Zug
      Bank Johannes: ABCDFKU
      6 Buchstaben im Beutel und 7 auf der Bank des Gegners:
      ADEEFJMNNOTUV

      Anmerkung: Ich beziehe mich in der Feldbeschreibung auf die übliche Einteilung A-O = horizontal, 1-15 = vertikal, mein Quackle zeigt das verkehrt an.



      Was würdet Ihr legen?

      Die Analye kommt dann am Sonntag.

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    • Was heißt "übliche Einteilung"? Die deutschsprachigen Scrabblebretter, die ich kenne, bezeichnen die Zeilen mit A bis O und die Spalten mit 1 bis 15, genauso wie dein Quackle. Warum möchtest du es dann anders machen? Vermutlich hast du ein anders beschriftetes Brett, aber das dürfte eher die Ausnahme sein. Ich finde es jedenfalls verwirrend, wenn die Beschriftung auf deinem Bild nicht mit den Angaben bei der Lösung zusammenpasst.

      Abgesehen davon finde ich deine Endspiele aber sehr interessant!
    • Neu

      Hallo Johann,

      ich bin gerne bereit, die Bezeichnung zu wechseln, es ist auch für mich einfacher :)
      Ich habe mal geschaut, wie es zu dieser unterschiedlichen Betrachtung kommt. Es ist ein buntes Durcheinander:

      das rechte obere Feld heisst:

      auf meinem (alten) deutschen Brett: O1
      auf meinen (alten) Steck-Reisescrabbles: O1
      in meinem deutschen Quackle: 15A
      im englischen Quackle: O1
      auf meinem englischen Scrabblebrett: 15A
      in den Quackle-Analysen auf scrabble info etc.: 15A
      auf der internationalen Scrabble-Statistik-Seite cross-tables.com: O1
      in meinen 4 englischen Scrabblebüchern: O1
      im Scrabble-Duden: 15A
      auf dem englischen Drehbrett, was ich neulich auf der German Open gesehen habe: O1
      auf ISC.RO (Internet Scrabble-Club): 15A
      SCrabble 3D: 15A

      ja wie denn nun?
      Da in Deutschland offensichtlich die Zahlen die Spalten beschreiben und mein Quackle sich auch nicht umstellen lässt, mache ich auf diese Weise weiter
      Bilder
      • Drehbrett GO.jpg

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    • Neu

      hier nun die Analyse des letzten Endspiels:

      Spielstand: Ben 343, Johannes 344

      Johannes ist am Zug

      Bank Johannes: ABCDFKU

      6 Buchstaben im Beutel und 7 auf der Bank des Gegners:

      ADEEFJMNNOTUV


      • Ich traue mich nicht, I12 BACK oder N12 (Z)UCK zu legen, das K in Spalte 15 bietet einfach zu viele Optionen für punktreiche Wörter oder sogar Bingos wie ADJUNKTE oder KONVENTE...
      • Bei I12 KAUF habe ich das gleiche Problem, außerdem behalte ich C ohne K, was auch nicht schlau wäre...
      • Besser wäre vielleicht 14A (R)UCK? Spalte 15 bleibt unzugänglich, eine Bingoreihe würde aber eröffnet und ich muss mit ADJUTEN, VEDUTEN, DEVOTEM, DEMANTE, FONEMEN, etc. rechnen...
      • Möglich wäre noch J9 (S)ACK, ein ganz guter Zug, mit etwas Pech hat Ben die Buchstaben für O12 TOFU, aber diese Ecke kann ich eh nicht verbauen, ohne die Spalte 15 aufzumachen..
      • Mir gefällt bei J9 (S)ACK aber die Restbank BDFU nicht, es ist kein I für BUFDI mehr frei. mit BDFU?? gibt es auch nur ein Wort: BEFUND...
      • Restbankorientiert wäre das Weglegen von FDU, dann habe ich BACK übrig, was ich später, wenn die Gefahr in Spalte 15 nicht mehr so groß ist, an das GON legen kann. BACK ist auch viel flexibler, ABCK?? ergibt etliche Wörter...
      • Also lege ich 3F FU(N)D(E) und ziehe EFM... Glück gehabt, kein J oder V!
      • Ben legt A1 TJA für 33 Punkte, zieht die letzten 3, hat EDNNOUV und führt 376:354
      • Jetzt muss ich zusehen, dass er das V nicht loswird...
      • Mein punktreichster Zug wäre 11H ABFE(G), er ermöglicht aber 12D NOVEN oder 12D DEVON und führt zum Spielverlust
      • I12 BACK oder N12 (Z)ACK sind mir zu unsicher. Die Spalte 15 ist noch zu heiß.
      • I11 BEKAM eröffnet zwar nicht Spalte 15, aber den ganzen 1. Quadranten, er könnte NOVEN(E) legen, außerdem behielte ich CD und bliebe auf dem C sitzen..,
      • Punktreich wäre auch der Zug 10A (N)ECK für 25, er böte aber eine Anlegestelle für DEVON oder VENN
      • Am besten ist 11J FE(G) für immerhin 28 Punkte, er eröffnet keine Anlagestellen und blockiert auch meine Stelle für BACK nicht, den Zug mache ich...
      • Ben legt das punktreichste 7M DE(M), der Zug fürs V ist abgefahren...
      • Ein Chance hätte es noch mit einer Mausefalle gegeben: 14H DUO für 16. Wenn ich dann gierig wäre und den punktreichsten Zug 15G KAM läge, gäbe es wieder Hoffnung fürs V: H12 VE(DA), außerdem bliebe ich auf C und B sitzen und verlöre das Spiel.
      • Der Rest ist einfach: I12 BACK, 15G UN(K), 6D (I)M: Endstand 420:410, die verbleibenden Buchstaben NOV haben das Ergebnis noch gedreht
      • Fazit: bei knappem Endstand gibt es viele Faktoren, die das Spiel noch kippen können, und das Glück kann entscheidend sein.